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1. Einleitung
2. Idee
3. Aufgaben
4. Meine Tätigkeiten
5. Betriebsinterna
1. Einleitung
Vom 21.01.02 bis zum 08.02.02 bekam ich im Rahmen des üblichen
betrieblichen Schülerpraktikums Einsicht in die Geschäftsabläufe
des Betriebes Skill Networks GmbH.
Da dies nicht mein erstes Praktikum, und das Vorhergegangene eher
von negativen Einflüssen geprägt war, hielten sich meine
Erwartungen stark in Grenzen.
Nach diesem Praktikum allerdings, hat sich diese Haltung stark verändert.
Die Erfahrungen, die ich in diesem Praktikum gemacht habe, waren
alle durchweg positiv und in jedem Fall interessant und hilfreich.
Auch das durchgehend freundliche und lockere Arbeitsklima trug nicht
unerheblich dazu bei, den teils etwas langatmigen Stoff ohne schlechte
Laune zu bearbeiten. Was die zukünftige Entwicklung angeht,
ist die EDV Branche wohl eine der aussichtsreichsten am Markt, da
die Anzahl der Anwendungsbereiche schier unendlich zu sein scheint.
2.Idee
Skill Networks ist ein EDV-Dienstleistungsunternehmen. 1992 gegründet
aus der Intention heraus, das eigene Wissen einer breiten Masse
zugänglich und individuell verfügbar zu machen. Für
die Verwaltung sind die 10 administrativen Mitarbeiter bei Skill
Networks zuständig, die als Quelle für das nötige
Hintergrundwissen für Geschäftsleitung und Manager verfügbar
sind. Das Konzept beinhaltet die Aufteilung in drei Bereiche: Die
Solutions Factory, das Training Center und das Headquarter.
In der Solutions Factory werden individuelle Lösungen
für große Firmen angeboten. Hauptsächlich programmiert
man hier Datenbanken, jedoch zeichnet sich die Solutions Factory
besonders durch den Grundsatz, dass jedes Problem lösbar ist,
aus.
Im Training Center werden EDV-Kurse für praktisch jede
Zielgruppe angeboten. Sei es das Computer ABC für die Hausfrau,
die noch nie etwas von Maus und Tastatur gehört hat, oder seien
es Java 2 Programmierkurse für professionelle Programmierer,
die ihren Wissenshorizont für neue Aufgaben erweitern möchten.
Der dritte Bereich ist das Headquarter von Skill Networks.
Das Headquarter ist die Kontaktstelle, externe Angelegenheiten betreffend.
Die Administration, das Management und die Buchhaltung sind hier
stationiert. Insgesamt arbeiten bei Skill Networks in etwa 40 Mitarbeiter
plus 4 bis 5 Auszubildende. Die drei Bereiche sind auch räumlich
voneinander getrennt. So befindet sich jeder Bereich in einem anderen,
im Umkreis von 500m liegenden Gebäude.
3. Aufgaben
3.1. Die Solutions Factory
Aufgabe der Solutions Factory ist, wie der Name bereits
vermuten lässt, die Lösung von Problemen. Allerdings ist
das Wort 'Problem' hierbei in einer moderneren Sichtweise zu interpretieren.
Es ist also nicht nur von der Lösung bei der Benutzung vorhandener
Programme aufgetretener Probleme zu sprechen, sondern in erster
Linie von der Erstellung benutzerspezifischer Lösungen für
bestimmte Bereiche, die mit anderen Mitteln bis dato noch nicht
zufriedenstellend abgedeckt sind.
Das heißt zum Beispiel neue, moderne, in der Bedienung unkomplizierte
Organisationsformen zu entwickeln und diese in Formeln und Zahlen
für den Computer verständlich zu verpacken. Konkret beschäftigten
sich die Mitarbeiter in diesem Bereich während meines Aufenthaltes
damit, Datenbanken für Großkunden zu schreiben. Der volle
Tätigkeitsumfang des Bereiches wird unter dem Begriff Softwareentwicklung
vereint. Insgesamt habe ich während meiner Anwesenheit in der
Solutions Factory 5 feste Mitarbeiter, 3 Azubis und 3 Außendienstmitarbeiter
kennen gelernt. Alle anderen Mitarbeiter waren beim Kunden vor Ort.
Die Solutions Factory war auch der Ort meines Schaffens. Meine
Tätigkeiten hier werde ich später noch detailliert erläutern.
3.2. Das Training Center
Im Training Center werden durchgehend eine Reihe von EDV-Kursen
angeboten.
Das Center umfasst 8 hochmoderne Schulungsräume, die alle mit
diversen Computern und Videobeamern ausgestattet sind. Angeboten
werden offene Kurse, bei denen Zeit, Inhalt und die maximale Anzahl
an Teilnehmern ausgeschrieben wird. Jeder kann an solchen Kursen
teilnehmen. Angeboten werden außerdem noch private Kurse,
die von Firmen oder einzelnen Kunden gebucht werden. Der Inhalt
ist hierbei selbstverständlich spezifisch auf die Bedürfnisse
der Kunden zugeschnitten. Im selben Gebäude ist auch die Technik
untergebracht, in der sich immer mindestens zwei ausgebildete Techniker
aufhalten und dem ganzen Unternehmen für technische Fragen
und Hilfe zur Verfügung stehen. In diesem Bereich sind etwa
18 Trainer und 2 Techniker beschäftigt. Die Zahl der Auszubildenden
variiert.
3.3. Das Headquarter
Das Headquarter ist der Kopf des Unternehmens. Hier werden
die Arbeitspläne erstellt, die Aufträge verwaltet und
das Marketing koordiniert. Die administrativen Mitarbeiter sind
hier stationiert und der Geschäftsführer hält sich
die meiste Zeit in diesem Bereich auf. In diesen Bereich erhielt
ich leider nur recht wenig Einblick. Meine Tätigkeit im Kontext
mit dem Headquarter beschränkte sich im Grunde darauf, den
Schriftverkehr zwischen Solutions Factory und Headquarter aufrecht
zu erhalten und zu diesem Zwecke einmal täglich einen Botengang
zu machen.
4. Meine Tätigkeiten
Erste Woche
Meine Tätigkeiten waren recht vielfältig. Nachdem
ich am ersten Tag das Büro betreten und mich kurz dem Chef
vorgestellt hatte, wurde mir sogleich meine erste Aufgabe zugeteilt:
Ich sollte einen nicht mehr funktionierenden Computer wieder zum
laufen bringen.
Überrascht von der kurzen und knappen Form der Aufgabenstellung
machte ich mich daran zu analysieren, was den Computer dazu veranlasst
sah, nicht mehr einwandfrei zu funktionieren. Ich probierte also
einige Zeit verschiedene Varianten des Starts aus. Leider kam ich
so keinen Schritt weiter. So sah ich mich nun also dazu veranlasst,
meinen Chef um Hilfe zu fragen. Mir wurde mitgeteilt, dass sich
links von meinem Arbeitsplatz ein Telefon, sowie eine Karte mit
einer Reihe von Nummern darauf befinde. Ich sollte also, falls ich
nicht mehr weiter wisse, einen Techniker anrufen, dessen Nummer
auf der Karte stehe. Hauptsache, das Problem werde gelöst.
Langsam kam die Aufgabe der Erfüllung ihres Zweckes näher:
ich verstand, dass in diesem Beruf Eigenständigkeit und Innovation
gefragt waren. Learning by doing. Nur so löst man Probleme.
Nachdem ich das also begriffen hatte, schaffte ich es auch die Funktionstüchtigkeit
des Computers wiederherzustellen.
Nun hatte auch mein Chef Zeit für mich, der vorher aufgrund
eines terminlichen Missverständnisses meinerseits, noch etwas
zu tun hatte.
Ich bekam das Skill Networks Konzept für die Einarbeitung
eines Access-Entwicklers. Dieses Konzept beinhaltet Beispielaufgaben,
die dazu dienen, den Umgang mit dem Datenbankerstellungsprogramm
Microsoft Access zu erlernen. Jeder Auszubildende und jeder Softwareentwickler,
der bei Skill Networks anfängt, muss sich die ersten Wochen
strikt an dieses Konzept halten. Da das Praktikum allerdings nur
eine Gesamtdauer von drei Wochen hatte und ich auch noch Einblick
in andere Bereiche bekommen sollte, wurden mir nur die Aufgaben
für die erste Woche zur Bearbeitung ausgehändigt.
Die erste Woche verbrachte ich also größtenteils damit
in Access Datenbankprogrammieren zu lernen.
Freitag vormittag bekam ich einen neuen Auftrag: Skill Networks
programmiert auch Datenbanken für große Kunden. So befindet
sich im Kundenkreis von Skill Networks auch eine internationale
Tankstellenkette, in der die gesamte deutsche Personalbuchführung
über eine Datenbank von Skill Networks abgewickelt wird. Diese
Datenbank ist auf mehrere Server in 9 deutschen Großstädten
verteilt. Meine Aufgabe im Zusammenhang mit diesem Projekt war es,
diese Server fernzuwarten. Nachdem ich die Serverkontrolle das erste
Mal unter Anleitung ausgeführt hatte, führte ich sie fortan
jeden Freitag selbständig aus.
Zweite Woche
In der zweiten Woche bekam ich noch eine Aufgabe, die mit den
Servern des Konzerns zusammenhing. Die Server mussten neu sortiert
werden. Eine Neusortierung muss natürlich nach strengen Auflagen
von Skill Networks ausgeführt werden. Sämtliche Veränderungen
auf den Servern können Konsequenzen für viele hundert
Menschen haben. Meine Aufgabe war es also, den Jetzt-Zustand zu
archivieren und übersichtlich darzustellen. Am geeignetsten
erschien es mir hierzu eine kleine Homepage zu programmieren, in
die ich die Screenshots, die ich von den Servern gemacht hatte,
integrierte.
Jetzt konnte ich nach Anweisungen der Leiter die gewollten Veränderungen
auf den Servern vornehmen. Die ganze Zeitspanne über begleitete
mich das Gefühl, dem Betrieb zugehörig zu sein und wie
ein richtiger Mitarbeiter behandelt zu werden, was ich immer noch
sehr schätze.
Die nächste Herausforderung bestand darin, den Umgang mit
einer Software zu erlernen, die dazu dient, exakte Abbilder eines
PCs in einer einzigen Datei zu archivieren und diese dann beliebig
oft wieder auf sämtliche PCs mit derselben Konfiguration zu
überspielen.
Das Überspielen eines Images auf ein System nennt man 'Ghosten'.
Der Umgang mit der Ghost-Software war schnell erlernt und so konnte
ich mich bald daran machen, diverse PCs zu ghosten. Ich bearbeitete
noch ein paar Accessaufgaben und schon war die Woche unerwartet
schnell vorüber.
Dritte Woche
In der dritten Woche wurde ich für die Dauer eines Projektes
zum feder- bzw. mausführenden Designer gemacht. Was sich so
mondän anhört, bedeutet eigentlich, dass es mir zuteil
wurde, ein Startbild für ein Programm zu entwerfen, das von
diversen Entwicklern für einen großen Kunden erstellt
worden war. Mein Chef stimmte nach einer kleinen Schönheitskorrektur
dem Entwurf zu und mein Entwurf wurde vor das Programm geschaltet
und dem Kunden präsentiert. Der Kunde fusionierte jedoch zwei
Tage zuvor mit einem anderen Konzern. Er wollte also, um diese neue
Zusammengehörigkeit zu demonstrieren, die Logos beider Konzerne
in seinem Startbild vereinigt sehen. Der Umfang dieser Veränderung
hielt sich also stark in Grenzen und verursachte nur geringen Aufwand.
Während der gesamten Dauer des Praktikums konnte ich immer
einen der aufgeschlossenen Mitarbeiter um Rat fragen. Zwar zählen
Eigeninitiative und Selbständigkeit viel, doch müssen
sie nicht im Widerspruch zu Teamgeist und Zusammenhalt stehen, wenn
es darauf ankommt. Insgesamt waren meine Tätigkeiten also recht
vielfältig. Ich bekam Einsicht in viele Bereiche mit denen
ich mich wohl, wenn ich ehrlich bin, niemals beschäftigt hätte.
Ich habe tatsächlich, fachlich einiges gelernt.
5. Betriebsinterna
5.1. Berufe
Skill Networks ist ein Ausbildungsbetrieb. Es werden Fachinformatiker
Anwendungsentwicklung, Fachinformatiker für Systemintegration
und Kaufleute für Bürokommunikation ausgebildet.
Neben den leitenden Angestellten sind noch 18 IT-Trainer, 10 Vertriebskaufleute
und etwa 28 Fachinformatiker bzw. Anwendungsentwickler angestellt.
Ein Anwendungsentwickler, so wurde mir zumindest gesagt und so
schien es mir auch während meiner Stippvisite, entwickle keine
Routine. Die Aufgaben seien immer andere und man müsse stets
für Neues offen sein. Zumindest bei Skill Networks schien es
mir, als sei dies tatsächlich der Fall. Ich denke aber, dass
dieser Umstand absolut betriebsabhängig und leider keinesfalls
berufsabhängig ist. Die Verdienstmöglichkeiten hingegen
scheinen allerdings berufsabhängig zu sein.
5.2. Betriebsklima
Das Betriebsklima bei Skill Networks kann ich nur als beispielhaft
gut bezeichnen. Es wurden Witze gemacht, teils lief Musik und ab
und an wurden, außerhalb der Geschäftszeiten natürlich,
Netzwerksessions für alle Mitarbeiter, die Spaß am Spielen
haben, organisiert. Ich konnte leider keiner dieser Sessions beiwohnen,
ich denke jedoch, dass sie charakteristisch für diese vorbildliche
Form des Personalmanagements sind. Es schien auch keine Hemmungen
zu geben, etwas Persönliches von sich preiszugeben. Das habe
ich auch schon anders erlebt. Ich empfand es als sehr erfrischend
und angenehm, dass scheinbar alle bemüht waren, die anderen
näher kennenzulernen und keiner nur auf sich selbst fixiert
war.
Das positive Klima trug sehr dazu bei, dass ich jeden Tag aufs
neue Spaß daran hatte, den doch leider etwas beschwerlichen
Weg in die Geschäftsräume auf mich zu nehmen. Soweit ich
das beurteilen kann, schienen auch die meisten Mitarbeiter mit denen
ich Gelegenheit zu etwas privateren Gesprächen hatte, mit ihrem
Job durchaus zufrieden zu sein. Meines Erachtens eines der besten
Komplimente an die Geschäftsleitung bzw. an den Personalchef.
Dem kann ich mich nur anschließen.
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"Auf dieser Seite möchte ich mein Praktikum bei der Skill
Networks GmbH vorstellen."
Marc
Tschechne
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